Kurze Einführung in die Geschichte der Nordseeküste
Als sich vor 10.000 Jahren die Gletscher zurückzogen, stieg der Meeresspiegel der Nordsee. Zu dieser Zeit wanderten Nomaden in Skandinavien ein. Während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit wurde fast der ganze Nordseeraum besiedelt. Durch Eroberungen, die Expansion des Römischen Reiches und dessen Zerfall sowie die germanischen Völkerwanderungen wurde das Gebiet der Nordsee von Kelten, Römern, nordischen und germanischen Völker beeinflusst und bewohnt. Zur Zeit des Frühmittelalters war das Gebiet des Nordseeraums in Fürsten- und Königtümer eingeteilt. Die darauffolgende Zeit wurde von Kriegen und Eroberungsfeldzügen geprägt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte die Christianisierung dieses Gebietes. Angefangen mit dem Ende des 8. Jahrhunderts plünderten die norwegischen Wikinger das Nordseegebiet, sie trieben aber auch Handel und beherrschten zusammen mit den Friesen den Handel im Ost- und Nordseeraum. Im Hochmittelalter wurden die zahlreichen König- und Fürstentümer unter Kaiser Otto vereinigt. Diese war auch eine Blütezeit des Handels, welcher oft von Plünderungen und Überfällen begleitet wurde. Somit entschlossen sich rheinische und norddeutsche Handelsstädte in 1241 den Bund “Hanse” zu gründen. Im 14. Jahrhundert brachte die Pest, der “schwarze Tod” viele Menschen um. Auch zur Neuzeit war der Schrecken nicht vorbei, weil der gesamte Nordseeraum von dem dreißigjährigen Krieg, von der Reformation und von der Französischen Revolution betroffen war. Im 20. Jahrhundert litten die Europäer unter den zwei Weltkriegen sehr, in denen mehr als 68 Millionen Menschen ums Leben kamen.