Ein Paradies ohne Autos – Spiekeroog
Nur knapp 6 km entfernt von der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich die kleine Insel Spiekeroog mit vielen kleinen gemütlichen Unterkünften. Sie liegt zwischen Langeroog und Wangerooge im niedersächsischen Wattenmeer und misst eine Fläche von 18,25 km – klein aber fein!
Kommt man auf Spiekeroog an merkt man sofort warum diese Insel ein Heilbad ist. Die Luft riecht klar und sauber und irgendwie „anders“. Das kommt von den gesunden Zutaten der Luft, verrät mir ein Einheimischer. Auf ihrem Weg über die Nordsee nimmt die Luft viel Jod und Salzkristalle auf, dazu kommen noch Schlick und Meerwasser und fertig ist die saubere Luft – einmal tief einatmen, bitte.
Eine weiter interessante Entdeckung lässt nicht lange auf sich warten – wo sind die Autos? Bis auf Rettungsdienste herrscht auf Spiekeroog nämlich Fahrverbot.
So geht es also zu Fuß auf Entdeckungstour über die Insel. Auf Spiekeroog steht die älteste aller Kirchen auf den ostfriesischen Inseln. Sie wurde bereits 1696 gebaut und die in ihr befindliche Pieta stammt angeblich von einem gestrandeten Schiff der spanischem Armada.
Das kleine Inselmuseum zeigt Ausstellungsstücke zur Geschichte Spiekeroogs, der Entwicklung des Seebades selbst sowie Exponate der Inselnatur. Zwischen all dieser Geschichte kann auch in einem kleinen Raum geheiratet werden.
Im Haus des Gastes „Kogge“ ist es möglich eine Ausstellung von über 2000 Muscheln aus der ganzen Welt zu bestaunen.
Wenn man schon einmal die Möglichkeit bekommt das Wattenmeer unter fachkundiger Führung zu bestaunen sollte man sich diese nicht entgehen lassen. Natürlich hieß es auch für mich: Schuhe aus und los geht’s.
Man sollte hier nicht all zu zimperlich sein. Im Watt sind viele kleine Tiere unterwegs, die einem auch gerne mal nahe kommen. Wem diese Vorstellung nicht behagt sollte sich auf keinen Fall die Wattenmeerwanderung entgehen lassen, einfach Gummistiefel tragen schlage ich hier vor, denn es ist wirklich sehenswert. Aber überzeugen Sie sich selbst…